Sonderausstellung
Jährlich werden etwa zwei Sonderausstellungen in drei Räumen neben dem Foyer auf ca. 140 m² Grundfläche präsentiert. Die Themen beziehen sich auf die Naturkunde, Geschichte und Kunst.
Bauern an den Mauern. Die Residenzstadt Schleusingen im Bauernkrieg von 1525
anlässlich des Bauernkriegsjubiläums
03. Mai 2025 bis 11. Januar 2026
Am 3. Mai 1525 trat Graf Wilhelm von Henneberg bei Meiningen vor die Bauern und schloss sich ihrem Bündnis an. Seine Frau Anastasia ließ er in der gräflichen Residenz in Schleusingen zurück. Aus Sicht der Landesherrschaft war der Bauernkrieg eine Katastrophe: insbesondere die Grafen von Henneberg mussten erkennen, wie wenig sie den aufständischen Untertanen entgegenzusetzen hatten. Beinahe die ganze Grafschaft war dem Zugriff Wilhelms entglitten.
Die Sonderausstellung in den Räumlichkeiten der ehemaligen Hofküche der Bertholdsburg möchte den Blick auf die Residenzstadt Schleusingen während des Bauernkriegs richten. In der Hofküche tauschten Bedienstete, Einheimische und Fremde Nachrichten über die bewegten Zeiten aus, deren Zeugen sie wurden. Ihre Empfindungen und Ansichten sollen zum Vorschein gebracht werden und zusammen mit originalen Ausstellungsstücken aus der Zeit ein Bild vom sogenannten Bauernkrieg im Hennebergischen vermitteln.
Die Sonderausstellung ist Bestandteil des Kooperationsprojektes „1525! Bauernkrieg im Henneberger Land“ der Museen Münnerstadt, Kloster Veßra, Schmalkalden, Schleusingen, Veste Heldburg, dem Stadtarchiv Schweinfurt und dem Hennebergisch-Fränkischen Geschichtsverein.
Begleitprogramm zum Bauernkriegsjahr:
Öffentliche Informationen unter:
BR 2, vom 24.01.2025 (Interview mit J. Witowski)
Schätze und Kuriositäten am Schleusinger Museum
07. März 2026 bis 16. Januar 2027
Neben Schenkungen und einigen Ankäufen ist es insbesondere den Ausgrabungen zu verdanken, dass wissenschaftliche Schätze im NaturHistorischen Museum Schloss Bertholdsburg Schleusingen ausgestellt werden können. Dies gilt sowohl für Objekte in der Regionalgeschichtlichen Sammlung als auch in der Naturgeschichtlichen Sammlung. Dabei sind die zahlreichen Ausgrabungen sehr vielfältig. Beispielsweise werden archäologische Objekte gegenwärtig durch Bauarbeiten auf Schloss Bertholdsburg gefunden. So wurden in den vergangenen Monaten bei Erdarbeiten im Burggraben und im historischen Rittersaal ganz nebenbei viele Tonscherben und sogar kleine Murmeln ausgegraben. Jede Baumaßnahme wird durch eine Archäologin oder einen Archäologen begleitet. Die Fossilien der Naturgeschichtlichen Sammlung wurden dagegen gezielt gesucht und geborgen. Seit vielen Jahren finden jeden Sommer paläontologische Ausgrabungen durch Wissenschaftler des NaturHistorischen Museums Schloss Bertholdsburg Schleusingen statt. Insbesondere bei Grabungen im Thüringer Wald konnten die Paläontologen wissenschaftlich bedeutende Fossilien in dem rund 295 Millionen Jahre alten Rotliegend-Gestein entdecken.
Oftmals kann zu jedem Fundstück eine kleine Geschichte erzählt werden. Aus gegebenem Anlass thematisiert die Sonderausstellung am NaturHistorischen Museum auf Schloss Bertholdsburg die Funde der vielen Grabungsaktivitäten. Meist sind es Unikate, mitunter auch Kuriositäten.
_______________________________________________
Weitere Sonderausstellungen sind bereits geplant:
2027
2028
2029
2030








