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NEUES aus der Ausstellung (5)

21. 10. 2020

Ein kleiner Vorgeschmack auf die Sonderausstellung "Wessen Land, dessen Religion - Glaube und Aberglaube im Henneberger Land"

 

Teil 5: Schlangensteine

 

Die sogenannten Schlangensteine waren bereits den alten Ägyptern heilig. Als Amonshörner bezeichnet sollen sie mit dem altägyptischen Gott Amun-Re in Verbindung gestanden und für Fruchtbarkeit und die Gabe der Weissagung gesorgt haben.

 

In unseren Breiten hielt man die bizarren Gebilde für versteinerte Schlangen und schrieb ihnen magische Kräfte zu. So wurden sie gegen giftige Schlangenbisse eingesetzt, aber auch auf dem Boden von Milchkannen platziert, wodurch man sich einen stärkeren Milchfluss bei Kühen erhoffte. Eingemauert dienten sie zudem als Glücksbringer oder Blitzableiter.

 

Der Geologe und Paläontologe weiß, dass es sich bei Schlangensteine um Ammoniten handelt, versteinerte Überreste prähistorischer Kopffüßer. Wie diese aussahen, erfahren Sie in einem Monat in unserer neuen Sonderausstellung zu Glaube und Aberglaube!

 

Foto: Ammonit aus dem NHMS