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NEUES aus der Ausstellung (4)

21. 09. 2020

Ein kleiner Vorgeschmack auf die Sonderausstellung "Wessen Land, dessen Religion - Glaube und Aberglaube im Henneberger Land"

 

Teil 4: Memento Mori oder das Verrinnen der irdischen Zeit

 

Der Tod spielt beim Glauben eine große Rolle. Für viele gläubige Menschen birgt er Schrecken und Hoffnung zugleich. Im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Gedenken an das unausweichliche Lebensende, welchem niemand entrinnen kann, offenbart sich die janusköpfige Gestalt des Todes: Auf der einen Seite verlässt man mit dem Hinscheiden seine geliebten Angehörigen und hinterlässt Trauer und Schmerz. Auf der anderen Seite ist das Hinscheiden im Diesseits gleichbedeutend mit der Gelegenheit, im Himmel Glückseligkeit zu finden.

 

Das Memento mori, das Bedenken des herannahenden Todes, war ein wichtiges religiöses und rituelles Element im christlichen Mittelalter und lebte in leicht veränderter Form teilweise bis in die Romantik des 19. Jahrhunderts fort.

 

Sanduhren waren ein beliebtes Motiv, um die Vergänglichkeit des Lebens bildlich darzustellen. Nicht selten wurden sie aus symbolträchtigen Materialien wie Bein oder Knochen gefertigt: Die hier gezeigte, um 1800 aus Elfenbein gefertigte Sanduhr sowie zahlreiche andere "Symbole des Todes" werden ab 21. November in unserer Sonderausstellung zu sehen sein.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: NEUES aus der Ausstellung (4)

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Memento Mori (21. 09. 2020)

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